Jugend - Editorial, 1. Ausgabe 1896

Editorial, Auszug, Jugend 1 (1896)
Die „Jugend“ (1896 - 1940) war eine der wichtigsten und wegweisenden Zeitschriften der vorletzten Jahrhundertwende. Sie gab dem „Jugendstil“ in Deutschland seinen Namen. Sie blieb bis in die 1920er Jahre ihrem Selbstverständnis treu. An keine künstlerische Kategorie und Konvention gebunden, verband sie den kraftvollen Aufbruch der Jugend mit einer liberalen Gesinnung und dem einen oder anderen (beabsichtigten) Tabubruch. Die Zeitschrift war wirtschaftlich durchaus erfolgreich. Über die genaue Auflagenhöhe gibt es keine verlässlichen Quellen, jedoch wird angenommen, dass die Auflage 1904/05 ca. 60.000 Exemplare betrug.Die Klassik Stiftung Weimar fasst zusammen:„Die Zeitschrift „Jugend“ ist, wenn man ihren gesellschaftspolitischen Standort bestimmen will, das bürgerlich-konservative Gegenstück zum „Simplicissimus“. Leserschaft und Zielgruppe der „Jugend“ war das an Kunst, Literatur und Kultur interessierte liberale Bürgertum im Deutschen Reich, das im Fin de Siècle die Überwindung von Historismus, Gründerzeitdenken und Spießer­tum und damit einen neuen Aufbruch einleiten wollte."
LITERATUR"Über die Zeitschrift 'Jugend'", URL: <http://www.jugend-wochenschrift.de/index.php?id=21> (30.10.2021)
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